Das gemeinsame Singen macht mir Freude. Musik verbindet einfach. Ich finde dieses diözesanweite Projekt toll. Man lernt viele Leute aus allen Teilen kennen“, sagt Manfred Zott, Organist aus Söll. „Auch wir Tiroler sind ein Teil der Erzdiözese Salzburg und es ist auch unser Dom, bei dem wir mitgestalten können“, ist er überzeugt.
„Es ist auch unser Dom“
Für den Tiroler sind die Mitsingmessen ein Fixtermin – wenn es sich einrichten lässt. Und er motiviert auch andere vom Brixental bis Kufstein, mit ihm nach Salzburg zu fahren: „Es ist immer ein besonderes Erlebnis, im Dom zu singen. Die neue Offenheit der Dommusik, dass alle eingeladen sind, mitzuwirken, finde ich toll!“
„Es ist uns ein Anliegen, allen Gläubigen in unserer Erzdiözese die Möglichkeit zu geben, hier mitzusingen“, erklärt Domkapellmeisterin Andrea Fournier: „Für viele ist es die Gelegenheit, einmal eine Orchestermesse zu singen, das können die meisten in ihren Pfarren nicht. Wir bieten auch eine Singmesse mit Bläsern und eine mit Orgel an.“
Es ist immer ein besonderes Erlebnis, im Dom mitzusingen.
Freude am Singen
Besonders beliebt ist die Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart, die am 2. Februar auf dem Programm steht. Mit dabei ist bereits zum zweiten Mal Gerti Grünwald. Die leidenschaftliche Chorsängerin aus Plainfeld findet es interessant, eine Messe selbst einzustudieren und dann ein Gesamtwerk im Chor entstehen zu lassen. Schon zum vierten Mal kommt Sonja Brugger zur Mitsingmesse. „Diese Mitsingmessen sind eine Möglichkeit, neue Literatur kennen zu lernen, mit einem guten und großen Chor singen zu dürfen und diese Messen eventuell auch mit dem eigenen Chor in den Heimatpfarren zu singen.“ Als Kirchenmusikreferentin für den Lungau bietet sie interessierten Sängerinnen und Sängern aus der Region drei bis vier Vorbereitungsproben für die Mitsingmessen im Dom an. Für die Tamswegerin steht die Freude am Singen im Vordergrund. Trotzdem ist die Arbeit sehr diszipliniert. „So ein Projektchor besteht nur kurze Zeit, die Proben und die Festmesse im Dom werden immer sehr intensiv erlebt und diese erlebte Freude strahlt auch auf das Singen im eigenen Chor aus. Das wird weitererzählt und motiviert wieder andere“, sagt Sonja Brugger.
Es braucht Chorerfahrung
Wichtig bei der Teilnahme ist Erfahrung im Chorsingen. „Wir senden allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Noten im Vorfeld zu. Diese muss man sich im Selbststudium aneignen, weil es nur eine oder zwei Proben gibt“, betont Andrea Fournier. Es komme auf jede und jeden an. Der Domchor sei nur das Gerüst, das Stabilität gibt.
teilnehmen
Mitsingmessen sind unverbindlich, aber auch eine Chance in den Domchor hineinzuschnuppern, die Chorgemeinschaft und ihre Arbeit kennen zu lernen. Neue Mitglieder, die den Chor langfristig bereichern, sind jederzeit willkommen!
Infos zu Mitsingmessen unter: bildungsportal.salzburgervolkskultur.at
Die nächsten Mitsingmessen im Salzburger Dom:
2. Februar 2025, 10 Uhr
18. Mai 2025, 10 Uhr
Anmeldung per E-Mail an:
dommusik@eds.at
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