Salzburg/Alpbach. Es ist kein Geheimnis, dass Frauen in der Gesellschaft den überwiegenden Anteil der Care-Arbeit leisten – und auch in vielen anderen Bereichen sind sie es oft, die zuerst hinschauen, wenn Menschen Not leiden und Unterstützung brauchen. Ein Paradebeispiel für diese Solidarität ist der Weltgebetstag der Frauen, der nicht nur verschiedene Kirchen und Kulturen im Gebet vereint, sondern durch den Erlös seiner Spendensammlung weltweite Hilfsprojekte unterstützt. Auch heuer beteiligen sich wieder rund 30 katholische und evangelische Pfarren in Salzburg und Tirol, die am 7. März den Weltgebetstag der Frauen (WGT) in den Fokus rücken.
Eine besonders lange Tradition hat die Veranstaltung in Alpbach in Tirol. „Dort wird der Weltgebetstag der Frauen seit mehr als 30 Jahren gefeiert“, weiß WGT-Österreich-
Vorstandsmitglied Tania Zawadil, die neben diesem freudigen Verweis auf Vergangenheit und Gegenwart auch positiv in die Zukunft blickt: „In Alpbach engagiert sich jetzt mit der Ortsleiterin der Katholischen Frauenbewegung Bettina Jenewein-Kröll und einem jungen Team die nächste Generation. Sie hat die Agenden von der langjährigen Weltgebetstags-Organisatorin Kathrin Hausberger übernommen. Man sieht, dass es weitergeht.“
Wesentlicher Bestandteil von Gottesdienstfeiern im Zuge des Weltgebetstages ist die Kollekte, über deren Verwendung die nationalen WGT-Komitees jeweils unabhängig entscheiden. Österreich unterstützt aktuell 13 Projekte in elf Ländern: für die Bildung von Mädchen und Frauen, gegen häusliche Gewalt, zur Unterstützung indigener Frauen, gegen Unterernährung von armutsbetroffenen Kindern, für Programme, die Teenager-Mütter unterstützen, aber auch für nachhaltige Forstwirtschaft in Indonesien. Schwerpunktländer sind Afrika und Asien, vereinzelt auch Europa und der Nahe Osten. Zu den neuesten Projekten zählt eine Still- und Schwangerenberatung in Kamerun im Einklang mit der WHO.
Die Liturgie für den Weltgebetstag der Frauen wird jedes Jahr aus einem anderen Land vorbereitet. Heuer stammt sie von Frauen von den mehrheitlich christlichen Cook-Inseln im Südpazifik und hebt unter dem Titel „wunderbar geschaffen“ die Errungenschaften und Kämpfe der Frauen in unserer Gesellschaft hervor. Ihr Ratschlag: „Kia mau te serenga! Kia mau te napena! Kia mau!“ Übersetzt bedeutet das: „Haltet fest an dem, was ihr seid, in allen Aspekten eurer Existenz – denn all diese Aspekte sind von Gott wunderbar geschaffen!“ Eine ähnlich schöne Bedeutung hat der Willkommensgruß „kia orana“ auf den Cook-Inseln: „Ich wünsche dir, dass du lange und gut lebst, dass du leuchtest wie die Sonne und mit den Wellen tanzt!“
Termine in den Pfarren
Do, 6. März, Salzburg-Stadt
St. Martin, 10 Uhr
Fr, 7. März, Salzburg-Stadt
Gneis, Gruppenraum, 18.30 Uhr
Itzling, Christliches Wohnen, 18 Uhr
Leopoldskron-Moos, Pfarrsaal, 18 Uhr
St. Vitalis, 18.30 Uhr
Ev. Christuskirche, Ev. Zentrum, 16 Uhr
Taxham, Ev. Matthäuskirche, 19 Uhr
Fr, 7. März, Salzburg
Bad Hofgastein, Pfarrzentrum Marienheim, 19.30 Uhr
Bergheim, Maria Sorg, 19 Uhr
Bischofshofen, Kath. Pfarrzentrum, 18 Uhr
Hallein, Ev. Kirche, 19 Uhr
Lofer, Pfarrsaal, 14.30 Uhr
Maishofen, Pfarrkirche, 19 Uhr
Mariapfarr, Pfarrhof, Joseph Moor Saal, 19 Uhr
Mittersill, Pfarrsaal, 19 Uhr
Neumarkt a. W. Ev. Rupertuskirche, 18 Uhr
Saalfelden, Ev. Kirche, 19 Uhr
St. Georgen/Pinzgau, Jugendraum der kath. Pfarre, 19 Uhr
Scheffau, Pfarrheim, 19 Uhr
Seekirchen, Pfarrkiche, 18 Uhr
St. Georgen, Marienkirche Obereching, 18 Uhr
Tenneck, Kirche St. Barbara, 16 Uhr
Zell am See, Pfarrkirche St. Hippolyt, 19 Uhr
Fr, 7. März, Tirol
Alpbach, Pfarrhof, 15.30 Uhr
Hopfgarten, Unterkirche, 19 Uhr
Kirchberg, Pfarrkirche, 19 Uhr
Kössen, Pfarrsaal, 19 Uhr
Kufstein, Ev. Kirche, 19 Uhr
Rattenberg, Mesnerhaus, 10 Uhr
Stumm, Pfarrkirche, 19.30 Uhr
Wörgl, Pfarrkirche, 18 Uhr
Sa, 8. März, Tirol
Kramsach, Pfarrheim St. Nikolaus Voldöpp, 19 Uhr
Info und alle Termine unter
Spendenkonto WGT-Projekte: Erste Bank, IBAN: AT73
2011 1822 5964 1200.
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