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Die Wahl des neuen Erzabtes war bereits am 15. Februar erfolgt, wie das Stift am Dienstagabend auf seiner Website mitteilte. Die Wahl fand regulär nach 12 Jahren am Ende der Amtszeit von Birnbacher und unter Leitung des Abtpräses Johannes Perkmann aus Michaelbeuern statt. Wahlberechtigt waren laut Satzungen der Benediktinerkongregation 22 Mönche.
Der 1991 in Salzburg geborene Auer ist der 89. Abt und 7. Erzabt des Stiftes. Auer wuchs in der Gemeinde Elsbethen bei Salzburg auf. 2013 trat er in die Erzabtei St. Peter ein, legte am 21. März 2018 die ewigen Gelübde ab und wurde am 29. Juni 2022 zum Priester geweiht. In der Klostergemeinschaft bekleidete er seit 2022 das Amt des Kirchenrektors der Stiftskirche und war seit 1. April 2024 Prior und somit Stellvertreter des Erzabtes.
Die Wahl sei für ihn eine Überraschung gewesen, teilte Auer, der die Wahl angenommen hat, in der Nachricht des Stiftes mit. "Wissend um die lange Kontinuität will ich versuchen, in einem guten Miteinander vertrauensvoll in die kommenden zwölf Jahre zu gehen", so der neue Erzabt. Die Amtseinführung bzw. -übergabe erfolgt am 12. April 2025.
Dankbar für die vergangenen Jahre zeigte sich demnach auch der scheidende Erzabt Korbinian Birnbacher: "Es war mir immer eine große Freude und Ehre der Erzabtei St. Peter vorstehen zu dürfen. Dankbar, gestärkt und geordnet darf ich die Leitung dieser Institution in die Hände von Erzabt Jakob übergeben." Birnbacher bleibt weiterhin Vorsitzender der Österreichischen Ordenskonferenz. Die nächste reguläre Wahl des Vorstandes der ÖOK findet bei der Generalversammlung im November 2025 statt.
Das Kloster St. Peter wurde im Jahr 696 durch den hl. Rupert gegründet. 1927 wurde die Abtei von Papst Pius XI. in den Rang einer Erzabtei erhoben. St. Peter ist seit über 1.300 Jahren ein Ort beständigen Gebets und der Wissenspflege, sowie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Stadt und Land Salzburg. Zum Benediktinerkloster gehören mehrere Wirtschaftsbetriebe mit rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in verschiedenen Sparten.
Als ein "erfrischendes und schönes Zeichen, dass in diesem Heiligen Jahr der Hoffnung mit dem gewählten Erzabt auf die Jugend gesetzt wurde" hat der Salzburger Erzbischof Franz Lackner die Wahl des neuen, jungen Erzabtes von St. Peter, P. Jakob Auer, bezeichnet. Erst vor drei Jahren hatte Lackner den 33-Jährigen zum Priester geweiht - "nun werden wir uns in ganz neuer und doch in der Nachfolge Jesu vertrauter Mission und Funktion begegnen", schrieb Lackner in einer ersten Reaktion auf Auers Wahl zum Nachfolger von Korbinian Birnbacher. Zugleich dankte Lackner Birnbacher für seinen Dienst. Das Stift hatte die Wahl, die bereits am 15. Februar stattfand, erst am gestrigen Dienstagabend kommuniziert.
Gratulationen kamen auch vom Provinzialminister der Franziskaner in Österreich und Südtirol, P. Fritz Wenigwieser. "Die Wahl von P. Jakob erfüllt mit Freude. Wir Franziskaner haben ihn als offenen, zugänglichen und sympathischen Mönch erlebt", schreibt Wenigwieser in einer Aussendung. Zugleich danke er dem Alterzabt Birnbacher für seinen Dienst. "In der Ordenskonferenz Österreich ist P. Korbinian als Vorsitzender ein starkes Sprachrohr für die Ordensgemeinschaften im Land."
Das Franziskanerkloster in Salzburg ist an die Erzabtei St. Peter angebaut. Seit 1583 sind die Franziskaner somit direkte Nachbarn der Benediktiner von St. Peter. Seit 2007 ist das Kloster Salzburg auch Sitz des Provinzialministers der "Franziskanerprovinz Austria zum heiligen Leopold in Österreich und Südtirol."
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