Salzburg. Wer das Wort „nachhaltig“ hört, bringt es schnell mit Begriffen wie Umwelt und Wirtschaft in Verbindung. Doch Nachhaltigkeit beinhaltet mehr. Es verweist darauf, Bedürfnisse und Ressourcen so wahrzunehmen und zu nutzen, dass Möglichkeiten für zukünftige Generationen erhalten bleiben oder entstehen. Was heißt das im Hinblick auf das Familienleben? Welche Ressourcen gilt es zu nutzen um langfristig eine gute Beziehung zwischen den Familienmitgliedern zu leben? Was trägt nachhaltig im Zusammenleben innerhalb der Lebensstruktur in der wir leben?
Diese Fragen beschäftigen Isolde Schauer-Prenninger, Mitarbeiterin in St. Virgil. „Familie nachhaltig leben soll in diesem Fall nicht heißen, dass man nur in der Region Saisonales einkauft oder statt dem Auto das Fahrrad benutzt. Es heißt vielmehr, dass es Ressourcen innerhalb der Familie gibt, die nachhaltigen Effekt auf das Zusammenleben und für zukünftige Generationen haben“, sagt Schauer-Prenninger, die im Bildungszentrum als Studienleiterin für Bildung verantwortlich ist. Innerhalb einer Familie haben wir viele Ressourcen. Jede und jeder kommt mit einem anderen Charakter, anderen Wesenszügen auf die Welt. „Das aufgeweckte Erstgeborene, die stille Sandwichposition und/oder das gechillte Nesthäkchen. Alle haben ihre wertvollen Anteile für ein gutes und gelungenes Familienleben.“
Alle Charakterzüge und Typmerkmale sollen in der Familie Platz finden. Wie gehe ich mit einem „Hitzkopf“ um oder einem verschlossenen, schüchternen, ängstlichen Typ? „Dies gilt übrigens auch für die Eltern, die ebenfalls eigene Typ-Anteile mitbringen“, unterstreicht Schauer-Prenninger Das bewusste Wahrnehmen und Eingehen auf die Charaktere helfe nachhaltig, dass alle Familienmitglieder ihren Platz finden.
Die Kommunikation innerhalb der Familie spiele für nachhaltige Beziehungen eine große Rolle. Sie sollte demokratisch und gewaltfrei verlaufen. Eine gute Diskussion im geschützten Familienrahmen ist sehr wertvoll. Innerhalb einer Familie gibt es viele Themen zu besprechen, wie den Handygebrauch, einen Fernseher im Schlafzimmer oder persönliche Essgewohnheiten. Es lohnt es sich, Gesprächsrunden einzuführen.
Und Familie ist erweiterbar. Oma, Opa, Tante, Enkel, Ziehmutter, Schwiegervater – verschiedenste „Teammitglieder“ gehören dazu. Es lohnt sich, sich bewusst zu überlegen, welche Kontakte es gibt und wie wir sie pflegen können. Es sind die Strukturen innerhalb derer wir leben und die uns Wurzeln geben.Salzburg. Wer das Wort „nachhaltig“ hört, bringt es schnell mit Begriffen wie Umwelt und Wirtschaft in Verbindung. Doch Nachhaltigkeit beinhaltet mehr. Es verweist darauf, Bedürfnisse und Ressourcen so wahrzunehmen und zu nutzen, dass Möglichkeiten für zukünftige Generationen erhalten bleiben oder entstehen. Was heißt das im Hinblick auf das Familienleben? Welche Ressourcen gilt es zu nutzen um langfristig eine gute Beziehung zwischen den Familienmitgliedern zu leben? Was trägt nachhaltig im Zusammenleben innerhalb der Lebensstruktur in der wir leben?
Diese Fragen beschäftigen Isolde Schauer-Prenninger, Mitarbeiterin in St. Virgil. „Familie nachhaltig leben soll in diesem Fall nicht heißen, dass man nur in der Region Saisonales einkauft oder statt dem Auto das Fahrrad benutzt. Es heißt vielmehr, dass es Ressourcen innerhalb der Familie gibt, die nachhaltigen Effekt auf das Zusammenleben und für zukünftige Generationen haben“, sagt Schauer-Prenninger, die im Bildungszentrum als Studienleiterin für Bildung verantwortlich ist. Innerhalb einer Familie haben wir viele Ressourcen. Jede und jeder kommt mit einem anderen Charakter, anderen Wesenszügen auf die Welt. „Das aufgeweckte Erstgeborene, die stille Sandwichposition und/oder das gechillte Nesthäkchen. Alle haben ihre wertvollen Anteile für ein gutes und gelungenes Familienleben.“
Alle Charakterzüge und Typmerkmale sollen in der Familie Platz finden. Wie gehe ich mit einem „Hitzkopf“ um oder einem verschlossenen, schüchternen, ängstlichen Typ? „Dies gilt übrigens auch für die Eltern, die ebenfalls eigene Typ-Anteile mitbringen“, unterstreicht Schauer-Prenninger Das bewusste Wahrnehmen und Eingehen auf die Charaktere helfe nachhaltig, dass alle Familienmitglieder ihren Platz finden.
Die Kommunikation innerhalb der Familie spiele für nachhaltige Beziehungen eine große Rolle. Sie sollte demokratisch und gewaltfrei verlaufen. Eine gute Diskussion im geschützten Familienrahmen ist sehr wertvoll. Innerhalb einer Familie gibt es viele Themen zu besprechen, wie den Handygebrauch, einen Fernseher im Schlafzimmer oder persönliche Essgewohnheiten. Es lohnt es sich, Gesprächsrunden einzuführen.
Und Familie ist erweiterbar. Oma, Opa, Tante, Enkel, Ziehmutter, Schwiegervater – verschiedenste „Teammitglieder“ gehören dazu. Es lohnt sich, sich bewusst zu überlegen, welche Kontakte es gibt und wie wir sie pflegen können. Es sind die Strukturen innerhalb derer wir leben und die uns Wurzeln geben.
Interview
mit Regina Behensky, Diplompädagogin, Burnout-Prophylaxetrainerin, Freizeit- und Spielpädagogin in Salzburg.
RB: Welche Schwierigkeiten stehen einem nachhaltigem Familienleben im Weg?
Behensky: Schwierigkeiten für ein „nachhaltiges Familienleben“ sehe ich in der gemeinsamen Terminfindung, wenn zum Beispiel die „Kinder“ schon flügge sind oder in verschiedenen Bezirken oder Städten wohnen. Leichter fällt es bei Treffen, die eine lange Tradition haben und nicht wegzudenken sind wie Weihnachtsfeste, Ostern, Allerheiligen, Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und Ähnliches.
RB: Ist ein nachhaltig gestaltetes Leben mit Mehrkosten verbunden und ist ein solcher Alltag für Familien überhaupt leistbar?
Behensky: Mehrkosten entstehen vielleicht dann, wenn aus der „Stammfamilie“ bei einem Treffen oder einer Feier eine „Großfamilie“ wird: Das heißt, es kann ein Mehr an Kosten für Nahrungsmittel anfallen, wenn ein gemeinsames Essen stattfindet. Eventuell könnte auch eine besondere Dekoration für den Anlass ein zusätzlicher finanzieller Aufwand sein. Ansonsten überwiegen natürlich die positiven Aspekte und Erlebnisse einer gemeinsamen Feier oder eines Treffens.
RB: Der Nachwuchs hat ja oft seinen eigenen Kopf. Wie kann man den Kindern ein nachhaltiges Leben beibringen ohne Druck auszuüben?
Behensky: Kindern kann man sehr wohl ein „nachhaltiges Familienleben“ beibringen und vorleben. Wichtig dabei ist das positive Herangehen. Das heißt, sich auf Familientreffen und Besuche wirklich freuen. Da ist es nicht hilfreich, wenn schon im Vorfeld schlecht geredet wird und es zum Beispiel heißt, man habe eigentlich gar „keinen Bock auf die Verwandtschaft“.
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