Nicht immer gestaltet sich die Familienplanung so, wie sich ein Paar das wünscht. Das haben Lisa und Alois Perwein am eigenen Leib erfahren. „Wir heirateten relativ jung, mit 21 und 22. Bald stellte sich auch der Wunsch nach einem Kind ein. Doch es klappte nicht“, erzählt das Paar. 14 Jahre lang hofften die beiden, davon waren die ersten fünf Jahre besonders belastend. Medizinische Untersuchungen konnten keinen eindeutigen Grund feststellen.
„Der Prozess, zu akzeptieren, dass es nicht so funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat, war sehr schwierig für uns. Ich muss ehrlich sagen, das war eine Herausforderung, mit dieser Traurigkeit und mit meiner Beziehung zu Gott umzugehen. Ich versuche, ein gottgefälliges Leben zu führen. Warum lässt er es dann nicht zu, dass wir Kinder bekommen?“ gesteht die junge Frau. Sie so traurig zu sehen und ihr nicht helfen zu können, war für ihren Mann eine ebenso herausfordernde Zeit.
„Vor einigen Jahren kam für mich ein wegweisender Moment. Ich begann bei Home-Church als Missionarin. Wir beschäftigen uns viel mit dem Thema Jüngerschaft. Dabei geht es auch darum, Rechte abzulegen. Bei einem Seminar habe ich mit einem bewussten Schritt das Recht auf Mutterschaft abgelegt“, erzählt Lisa Perwein. „Die Sehnsucht ist nicht verschwunden, aber es war nicht mehr so schmerzhaft. Meine Arbeit mit jungen und obdachlosen Menschen erfüllte mich.“
Eine neuerliche Wende leitete die Adoption eines befreundeten Paares ein. „Für uns war das unvorstellbar, doch die beiden ermutigten uns und schließlich entschlossen wir uns, auch diesen Weg zu gehen.“ Als nach viereinhalb Jahren die gute Nachricht kam, zog das langersehnte Glück im Hause Perwein ein. „Es ist schöner, als wir uns das jemals vorstellen konnten“, strahlt das Paar, das nun seine Erfahrungen weitergibt.
Gemeinsam mit Maria Eisl vom Referat Ehe und Familie, die mit ihrem Mann das Elternprojekt „Tief verwurzelt“ ins Leben gerufen hat, gestalten sie einen Infoabend für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. „Wir möchten helfen, dass der dauernde Druck weniger wird. Ich lege den Paaren ans Herz, sich auf ihre Liebespartnerschaft zu besinnen. So können Frauen leichter aus dem Stress aussteigen.“
Zudem berät Maria Eisl zum Thema Empfängnis und der natürlichen Empfängnisverhütung. „Zuerst geht es um das Beobachten des Zyklus, um den optimalen Zeitpunkt für eine Empfängnis herauszufinden“, erklärt Maria Eisl. Damit seien bereits großartige Erfolge erzielt worden, so die Kursleiterin.
teil nehmen
Infoabend „Unerfüllter Kinderwunsch“ des Referates für Ehe und Familie – mit Maria Eisl und dem Ehepaar Perwein.
An diesem Abend wird das Tabuthema in vertrauensvoller Atmosphäre besprochen.
Ort: Haus der Familie, Hellbrunnerstraße 13b, Salzburg,
Teilnahme auch online möglich
Zeit: Do, 10. 4., 19.30 bis 21 Uhr
Infos und Anmeldung unter: johannes.czifra@eds.at oder 0676/8746-2510
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