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Salzburg. Bei der Gemeinderatswahl in der Landeshauptstadt glänzten vergangenen Sonntag vor allem jene Parteien, die im Vorfeld auf die „soziale Frage“ gesetzt hatten: SPÖ, KPÖ+und Grüne holten gemeinsam mehr als 60 Prozent. „Themen wie die Wohnkosten und die Teuerung waren sehr präsent. Wobei ich glaube, dass diese Parteien von vielen Menschen gewählt wurden, die selbst gar nicht betroffen sind – also nicht im Sinne, dass sie arm wären oder unter der Teuerung leiden würden. Aber es war ihnen wichtig, solidarisch zu sein, damit die soziale Frage nicht untergeht“, vermutet Gottfried Schweiger, Armutsforscher an der Uni Salzburg.
„Vor allem die KPÖ+ hat es geschafft, diese Themen glaubwürdig zu besetzen. Dass es ihnen tatsächlich um die Sache geht und nicht um sich selbst oder Parteipolitik – unabhängig davon, ob man ihnen die Lösungskompetenz zutraut oder nicht“, erklärt der Experte die hohen Zugewinne. Die glaubwürdige soziale Komponente sei neben dem „integren und unverbrauchten Image“ von Spitzenkandidat Kay-Michael Dankl das Erfolgsrezept für diese Wahl gewesen.
tom
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