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Salzburg. Trotz Widerstands von der Kollegenschaft und nach der Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland war Lise Meitner, geboren 1878 in Wien, am Nobelinstitut für Physik in Stockholm tätig. Sie prägte gemeinsam mit ihrem Neffen den Begriff der „Kernspaltung“. Der Nobelpreis jedoch ging bekanntermaßen an den Chemiker Otto Hahn, mit dem sie jahrzehntelang zusammenarbeitete.
„Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie hoch dotierte Auszeichnungen, die auch den Zweck erfüllen, aus der Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern emporgehoben zu werden, eben nicht an Frauen gehen“, sagt Leonie Schöler. Die Journalistin, Historikerin und Moderatorin las kürzlich auf Einladung des Katholischen Bildungswerkes Salzburg und der Stadtbibliothek in der Panoramabar aus ihrem Buch „Beklaute Frauen. Denkerinnen, Forscherinnen, Pionierinnen: Die unsichtbaren Heldinnen der Geschichte“. Die Autorin präsentierte sich mit aktuellen Verknüpfungen als starke Stimme für Feminismus und Emanzipation.
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