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„Lasst uns froh und munter sein“ und „Bald ist Nikolausabend da“ klingt es dieser Tage aus vielen Kindermündern. Am 6. Dezember feiert die katholische Kirche den heiligen Nikolaus und sein Besuch wird sehnsüchtig in Pfarren, Schulen und Kindergärten erwartet. Gefürchtet wird sich vor seinem grausigen Begleiter, dem Krampus, und einem erhobenen Zeigefinger. Den soll es allerdings bei von der Katholischen Jungschar ausgebildeten Nikoläusen nicht geben, versichert der steirische Jungschar-Referent Lukas Kraßnitzer: „Wichtig ist uns, dass der Nikolausbesuch für alle Kinder ein Erlebnis ist, das ihnen Freude und Mut macht.“
Angst habe dabei keinen Platz; Mahnungen, Sündenregister und ein ängstigender Krampus seien tabu. Drohungen würden dem, wofür der heilige Nikolaus steht, völlig widersprechen. „Er ist der Schutzpatron der Kinder, nicht ihr Erzieher oder Mahner“, erklärt Kraßnitzer. Jungschar-Kollegin Catharina Hofmann sieht es ähnlich: „Wir möchten das Bild des Nikolaus als menschenfreundlichen Beschützer stärken, der sich besonders für Kinder einsetzt.“
Die Gestalt des heiligen Nikolaus könne „wichtige Werte wie Nächstenliebe, Solidarität und Orientierung“ vermitteln und damit unabhängig von der religiösen Zugehörigkeit der Kinder gefeiert werden, betont die Katholische Jungschar. Er sei Vorbild für soziales Handeln, „das auch heute noch Menschen jeden Alters inspiriert“. Der alljährlichen Diskussion um die Abschaffung des Nikolaus-Fests in Schulen und Kindergärten sieht die Jungschar entsprechend gelassen entgegen. „Die hohe Nachfrage und Teilnahme an unseren Nikolaus-Schulungen sowie die positiven Reaktionen auf unsere Aktionen unterstreichen die Bedeutung des Brauchs“, erklärt Kraßnitzer.
kap
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