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Deutliche Veränderungen im religiösen und weltanschaulichen Leben in Österreich belegen erste Ergebnisse einer neuen, vom ORF beauftragten repräsentativen Studie der Universität Wien. Religiosität und Glaubensvorstellungen werden dabei zunehmend pluraler.
Demnach verlieren religiöse Institutionen und nicht religiöse Vereine Mitglieder. Gleichzeitig behalten Spiritualität und Glaube für viele Menschen eine große Bedeutung, wenn auch in veränderter Form.
Nur mehr 14 Prozent der Befragten glauben an einen personalen Gott. Dagegen glauben 37 Prozent an die Kraft des Universums und 38 Prozent an ein vorherbestimmtes Schicksal. Der Anteil jener Menschen, die unsicher sind, was sie glauben sollen, liegt bei 15 Prozent.
Erforscht wurden den Angaben zufolge auch Zusammenhänge von Glauben und politischen Einstellungen, von Religion und Wissenschaft, religiösen Einstellungen und Solidarität. Überrascht sind die Studienverantwortlichen von den Ergebnissen der Befragung junger Menschen in Österreich (14 bis 25 Jahre). Diese unterscheiden sich deutlich von den älteren Personengruppen, insbesondere in ihrer Religiosität und ihren politischen Einstellungen. So zeige sich, dass junge Menschen weniger zu Verschwörungstheorien und Autoritarismus neigen.
Kardinal Christoph Schönborn ging in einer Stellungnahme darauf ein, dass man in einer pluralen Gesellschaft lebe, in der verschiedene Religionen und säkulare Sinnangebote friedlich nebeneinander bestehen.
„Um das gute Miteinander der Religionen weiter zu fördern, ist ein Religionsjournalismus unerlässlich, der nicht nur fundiert informiert und Orientierung bietet, sondern auch von Respekt und Wohlwollen den anderen Religionen gegenüber geprägt ist“, betonte der Wiener Erzbischof. kap
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