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Brixen/Südtirol. Die besagten Bauernkriege sind ein frühes Beispiel für soziale Aufstände gegen unterdrückende Machtstrukturen. „Die Aufständischen strömten damals in die Bischofsstadt Brixen, um in die Hofburg, Residenz des damaligen Fürstbischofs, einzudringen und die Kontrolle über das altehrwürdige Haus zu übernehmen“, erklärt Historiker Alexander von Hohenbühel. „Mit der Flucht der Beamten und Übernahme des Schlosses durch die Aufrührer kam dem Aufstand eine nicht bloß symbolische Bedeutung zu.“
Der erste Teil der Ausstellung (bis 31. August) widmet sich den Archivalien aus dem Dözesanarchiv. Mit Kunstwerken und Alltagsgegenständen werden bisher wenig beleuchtete Perspektiven auf den Bauernkrieg aufgezeigt und die Ursachen sichtbar gemacht. Im zweiten Teil der Ausstellung, der im September eröffnet wird, stehen Themen der sozialen Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Krisen aus einer zeitgenössischen Perspektive im Mittelpunkt.
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