Aktuelles E-Paper
Vatikanstadt. Das Heilige Jahr kann kommen: Die Mauer hinter dem Portal rechts am Petersdom wurde von Arbeitern der vatikanischen Dombauhütte, so genannten „Sanpietrini“, aufgebrochen und eine Metallkassette mit den Schlüsseln entnommen. Damit kann Papst Franziskus am 24. Dezember die Heilige Pforte öffnen und das katholische Heilige Jahr 2025 einleiten. Die vorbereitende „Recognitio“-Zeremonie findet zuvor auch an den Heiligen Pforten der drei Papstbasiliken St. Johannes im Lateran, St. Paul vor den Mauern und Santa Maria Maggiore statt, die der Papst nach Weihnachten eröffnen wird.
Ein Gottesdienst und das Passieren der Heiligen Pforte in einer der vier römischen Papstbasiliken gehört für Pilgerinnen und Pilger zu den zentralen Programmpunkten einer Rom-Wallfahrt in den in der Regel nur alle 25 Jahre stattfindenden Jubeljahren. Vom Petersplatz aus betrachtet ist die Heilige Pforte des Petersdoms die ganz rechts gelegene der fünf Türen, die in die vatikanische Basilika führen. Zwischen den Heiligen Jahren ist die Pforte geschlossen und von innen her zugemauert.
In früheren Jahren wurde die Mauer vom Papst selbst zu Beginn des Jubiläumsjahres mit einem Hammerschlag eröffnet. Von dieser Praxis ist man abgekommen, auch seit es 1975 fast zu einem Unfall gekommen wäre. Bei der Öffnung der Mauer stürzten Ziegelsteine wenige Zentimeter an Papst Paul VI. vorbei. Zu Beginn des Heiligen Jahres 2000 beschränkte sich Johannes Paul II. darauf, die beiden Flügel der Pforte aufzustoßen. Auch Papst Franziskus hielt dies beim außerordentlichen „Heiligen Jahr der Barmherzigkeit“ 2016 so.
Für das „Giubileo 2025“ unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ werden rund 30 Millionen Besucherinnen und Besucher in Rom und dem Vatikan erwartet. Auf der Website www.iubilaeum2025.va können Gläubige schon jetzt einen kostenlosen digitalen Online-Pilgerpass lösen und sich für Veranstaltungen und das Durchschreiten der Heiligen Pforte anmelden.
kap
Aktuelles E-Paper