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Rund 7.000 Diakone aus hundert Ländern sind in die Ewige Stadt gekommen, um das Heilige Jahr 2025 zu feiern. Und doch – bedrückende Leere herrscht im voll besetzten Petersdom. Beim Gottesdienst mit den Diakonen aus aller Welt bleibt der Platz von Papst Franziskus unbesetzt.
„Eigentlich hätten wir eine Audienz mit dem Hl. Vater haben sollen“, sagt einer der etwa 650 Diakone, die aus Frankreich angereist sind. „Aber er ist im Krankenhaus, also muss es auch ohne ihn gehen. Wir werden für ihn beten!“
Natürlich vermissen sie den Papst, betonen Arturo Jaimes und Carlos Romo, die zusammen mit ihren Frauen und fünfzig weiteren Diakonen aus Texas angereist sind. „Aber Franziskus ist trotzdem hier bei uns, das kann man spüren“, sagt Romo.
Das Oberhaupt der weltweit rund 1,4 Milliarden Katholiken befindet sich wegen einer komplexen Atemwegsinfektion in der römischen Gemelli-Klinik. Seit seiner Einlieferung am 14. Februar wird weltweit für den Papst gebetet, dessen Humor und Offenheit auch Menschen schätzen, die der Kirche eher fern stehen. So etwa Simone aus Zürich, die mit ihren Söhnen Max und Sebastian als „normale Touristin“ nach Rom gekommen ist. „Ich hoffe sehr, dass er wieder gesund wird, denn er hat viele gute Initiativen für die Kirche angestoßen“, so die Schweizerin. „Und wer weiß, wer danach kommt.“
Schon vor Tagen hatten Italiens Bischöfe zum Gebet für Franziskus aufgerufen und eigene Fürbitten für seine baldige Rückkehr formuliert.
Die Nummer zwei im Vatikan, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, weilt derzeit wegen einer Bischofsweihe im norditalienischen Bergamo. „Unsere Gedanken und inbrünstigen Gebete gelten dem Heiligen Vater für seine Gesundheit“, lässt er verlauten. kap/pip
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